SenSay

Asim Smailagic und Dan Siewiorek 2003

sensay software interface

Bevor wir jemanden ansprechen, gebietet es uns die unsere gute Erziehung, seine Gesprächsbereitschaft einzuschätzen: Unterhält er sich gerade, ist er in die Arbeit vertieft oder ist ihm ohnehin gerade langweilig?

Per Telefon konnte man das bisher nicht feststellen und musste einfach in das Leben des anderen platzen. Das SenSay Telefon des Carnegie-Mellon Institute of Technology aber sammelt allerhand Daten über seinen Benutzer und seine Umwelt und kann daraus seine aktuelle Beschäftigung ableiten.

Ein großes Problem stellt dabei natürlich der Datenschutz dar; ohnehin gibt das Handy schon seinen Standort preis, dazu kommen mit der neuen Technologie noch physiologische Daten.
Andererseits werden Herzinfarkt-Gefährdete oder alte Menschen natürlich sehr dankbar sein, wenn sie sich auch ohne ständige Begleitung wieder aus dem Haus wagen können.

Außerhalb der sozialen Kontrolle ermöglicht diese Art Sensorik, ein intelligenteres Gerät zu schaffen. Im Normalfall fehlen einem Computer sehr viele Kontext-Informationen, so dass sein immer gleiches, “rücksichtsloses” Verhalten oft zu Frustration beim Benutzer führt.

one Response to SenSay

  1. Christian:

    Sehr schoen! 🙂

    Sollte es irgendwann den MSN Messenger oder iChat mit dieser Art Intelligenz geben, so dass sich mein Status abhaengig von meiner derzeitigen Arbeitsbelastung (geoeffnete Programme? Prozessorauslastung? Gesichtsfaerbung?) von “Available” zu “Busy” zu “Do not disturb for any reason!” aendert bzw. bei zuviel Stress einfach die Verbindung kappt – ich waer der Erste, der es kaufen wuerde.