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diplomausstellung - Plakatausschnitt
Endlich ist es wieder soweit: Die Absolventen in Mannheim stellen aus. Nach einer längeren Pause installieren sie zum Sommersemester 06 die Ausstellung wieder als wichtige Veranstaltung. Die Studenten können sehen, was letztendlich aus ihrem Studium werden kann, händeringend nachwuchs-suchende Personalchefs finden frische Ideen auf dem Präsentierteller – und die Absolventen wollen ihre Arbeit natürlich auch nicht für die Schublade produziert haben.

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die Arbeiten im Überblick pdf

die Ausstellung im Designwiki der Hochschule
Einen offiziellen Pressebericht gibt es inzwischen auch:

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Autarke Persönlichkeiten
Design-Absolventen aus Mannheim präsentieren ihre Abschlussarbeiten

“Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Hälfte meiner Visitenkarten sind schon weg!” Öffentlich bekannt werden sollte das Design aus Mannheim mit der Ausstellung der Abschlussarbeiten, die vom 6. bis 9. Juli an der Fakultät für Gestaltung in der Hochschule Mannheim zu sehen war. Stephanie Kullik, selbst Absolventin, war als Organisatorin für diesen Erfolg mitverantwortlich. Rund einhundert Leute waren gleich zur feierlichen Vernissage am Donnerstag Abend gekommen, viele andere nahmen sich an den darauffolgenden Tagen Zeit. Attraktion waren die zwölf ausgestellten Arbeiten, deren Qualität zu elf Diplom- und einem Bachelor-Titel geführt hatten.

Zum “exponierten Gegenpol zu den technischen Fächern” erklärte der Rektor der Hochschule Mannheim, Prof. Dr. Dietmar von Hoyningen-Huene, die Designer an der Hochschule in seinem Grußwort. “Der interdisziplinäre Austausch schon am Mensatisch” zwischen Informatikern und Gestaltern schaffe die optimalen Vorraussetzungen für die Arbeit in den Neuen Medien.

Es komme allerdings nicht nur darauf an, was die Absolventen in Zukunft machten, sondern auch wie. Steffen Herbold, der als Gastredner geladen worden war, konnte dazu aus seinem beruflichen Alltag als Creative Director berichten: Es könnte ein wenig dauern, aber eines Tages würden die Absolventen sich plötzlich hinter dem Steuer eines großen Dienstwagens befinden. Er hoffe, dass sie dann noch nicht der Gedankenlosigkeit ihres Berufsalltags verfallen seien, sondern wüssten, wie sie dort hingelangt waren. Die Entwicklung “autarker Persönlichkeiten”, die ihre Wertebildung nicht den PR-Abteilungen überließen, seien durchaus das Ziel der Fakultät. Der ganz altmodisch klingende Begriff des Anstands helfe nämlich, Verzerrungen zu erkennen, wenn etwa so Selbstverständliches wie Toleranz und das Verbot von Rassismus heute per “Corporate Behavior” den Mitarbeitern beigebracht werden sollen. “Womöglich werden Sie die Broschüre gestalten, aus der ich mein Altenheim aussuche. Belügen sie mich nicht.” So brachte es Herbold auf einen praktischen Satz.

Prof. Hartmut Wöhlbier, der Dekan der Fakultät, sah in der Ausstellung die “Keimzelle für die nachfolgenden Diplomanden” und befand den Anfang für “sehr gelungen”. Zwölf ganz verschiedene Arbeiten waren zu sehen, die die Absolventen in einem kleinen Rundgang stolz präsentieren konnten. Das Spektrum reichte von klassischem Marketing über Corporate Design bis zu interaktiven Anwendungen und einem computeranimierten Kurzfilm. Die Veranstaltung soll nun zu einer festen Institution im Semesterprogramm werden.
Und natürlich werde sich daran das Absolventen-Programm anknüpfen, “damit der Abschluss des Studiums nicht auch den Kontakt der Absolventen zu ihrer Fakultät abreißen lässt.” Der Dekan denkt dabei bereits an einen “größeren Rahmen” um noch mehr Leute zu erreichen. Denn die Ausstellung erkläre, wie ein Besucher anerkennend feststellte, “den Leuten von außerhalb die Arbeit der Designer”.

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