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Weblogs entwickeln sich mehr und mehr zu einer gängigen Anwendung im Internet. Motivationen gibt es viele: Ein Auslandssemester, ein Praktikum oder gleich die virtuelle Existenz. Unter politischen Aspekten kann aus einem Blog noch viel mehr werden: Eine persönliche Publikationsstelle, ein Ort der Meinungsbildung und der Diskussion. Und viele innovative Technologien ermöglichen die Verknüpfung mit allem und jedem. Wie aber kann man aus diesem Link-o-rama wieder die Übersicht bekommen? Und wer diskutiert hier überhaupt mit wem?

Gerade politisch oder gesellschaftlich orientierte Blogs zeichnen sich oft durch intensive Diskussionen und viele regelmäßige Abonnenten aus. Sie verstehen sich gern als Sprachrohr für die Autoren, weil sie trotz der Zugangshürden im Mediensektor durch Staat und Medienkonzerne (z.B. Sendelizenzen, Serverzugang) eine Möglichkeit bieten, viele Menschen zu erreichen. Einen ähnlichen Schub für die breite Meinungsäußerung löste wohl das Druckverfahren für Gutenberg aus, woran sich Namen für Blogsoftware wie Movabletype oder WordPress anlehen.

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Unbestreitbar bieten sie damit eine wichtige Perspektive (manche würden sagen: Rettung) für die Fortenwicklung der Demokratie im und mit Hilfe des Internets, weil damit weite Teile der Bevölkerung ihre Meinung diskutieren können und nicht nur auf Meinungsbildung beschränkt sind. Allerdings verliert man in den vielen durcheinander laufenden Diskussionen und den zahllosen Links schnell den Überblick. Aus den Eigenschaften einer Blog-Diskussion lässt sich aber durchaus auf deren Bedeutung schließen: Je stärker sie verlinkt ist und je mehr Teilnehmer nicht zu den “üblichen Verdächtigen” (das creative network) gehören, desto mehr Relevanz ist ihr beizumessen.

protoblog trackbackEine Technologie, die mit den Blogs weite Verbreitung gefunden hat, bietet obendrein die Möglichkeit, kleine Informationshappen (eine Art Vorschau also) anstatt simpler Links gereicht zu bekommen: rss und xml. Und über sogenannte Pingbacks eröffnet sich die Möglichkeit, zu erfahren, wer meine Seite verlinkt hat – ein Rückkanal also, mit dem sich die Vernetzung der eigenen Seite weiter darstellen lässt.

Der proto::blog versucht zu zeigen, wie all die Links und Diskussionen zu einem visuellen Leitfaden durch die Diskussionen verwoben werden können. Ganz nebenbei erfährt man dort auch mehr zu den tieferen Hintergründen der Arbeit. Das Projekt entstand im Rahmen des Kurses Communities&Collaboration.

one Response to proto::blog

  1. alleshannes » Blog Archive » Track yourself!:

    […] While I was looking for something interesting on social history I stopped by at Ross Mayfield’s blog (who I got to know when I was researching for my proto::blog). On his site I found a feature called “plazes”. […]