Mediamatic

mm: anymata structuur
Sechs Monate Amsterdam! Meine Bewerbungsmappe hat ihren Zweck erfüllt, denn mit Mediamatic habe ich ein Büro gefunden, das auf den ersten Blick auch “nur” Websites errichtet. Die Hälfte der Mitarbeiter wären aber nicht Programmierer, wenn sie nicht ein CMS entwickeln würden, das besonders komplexe Umgebungen abbilden kann: anyMeta. Es gab enorm viel zu lernen, da die Besonderheit von anyMeta besondere Kunden anzieht. Mediamatic bewegt sich darüber hinaus sehr aktiv in der Amsterdamer Kultur und der internationalen Medienkunst-Szene, was mir unter anderem ein Treffen mit Jimmy Wales, den creative commons und dem Korsakow-System bescherte.

Hinter anyMeta steckt die Idee, dass Menschen früher oder später über enorme Datenmengen den Überblick verlieren, die wegen ihrer vielen Verknüpfungen nicht hierarchisch strukturiert werden können. Versammelt und verknüpft man aber alle verfügbaren Metadaten, so gelangt man assoziativ leicht an sein Ziel, ohne über die Struktur überhaupt bescheid wissen zu müssen.

mm: hva recht
Ein Beispiel ist das Portal der Hogeschool van Amsterdam auf ihrem Weg zur Forschungs-Einrichtung, an dem ich mitarbeitete. Die beste Entsprechung dieser Art der Datenorganisation bietet das Geschichten-Erzählen (“oral history”), was zunehmend an Bedeutung für die Entwicklung von Marken gewinnt. Gloed, mein erstes Projekt bei Mediamatic, nimmt sich dieser Unternehmensgeschichten an.

Für die kulturelle Einbindung ist die Schwesterorganisation Mediamatic Stichting mitverantwortlich, die die unterschiedlichsten Workshops und Ausstellungen organisert und dazu ein Magazin herausgibt, das inzwischen vollständig online erscheint. Als Redakteur berichtete ich von der Ars Electronica 2004.

Praktikumsbericht [pdf]

one Response to Mediamatic

  1. Hannes:

    Beinahe wäre ich ein ganzes Jahr bei Mediamatic geblieben. Aber dann hat mich doch ein spannendes Projekt zurück nach Mannheim geholt, genauer: ans Theater! das tell-Projekt entwickelte sich…