Augenrollen

augenrollen start screen
Rollstuhlfahrer benutzen Städte ganz anders als Fußgänger. Sie müssen vorher wissen, wie hoch die Bordsteine auf ihrem Weg sind, ob dieses Gebäude einen Aufzug hat und ob jene Bahnsteigkante hoch genug ist (Inzwischen gibt es dafür sogar ein eigenes Zeichensystem). Auf der anderen Seite benötigen sie ihre Hände zumeist schon als Antrieb und können daher schlecht nebenbei Stadtpläne halten. Eine Augmented Reality Anwendung würde hier also optimal alternativen Interaktionsformen die Hand geben.

Augenrollen DetailinformationenWie man einen Computer mit den Augen steuern könnte, hatte ich mir bereits im Kurs Navigationsdesign (WS 03/04) überlegen können, als Alternative wäre auch eine Mini-Joystick-Lösung denkbar. Wichtig war mir auf jeden Fall eine möglichst simple Navigation, damit man seinen Blick nicht von der Straße nehmen muss um nach Knöpfen zu suchen. Nach dem initialen Klick bedient man den Augenrollen-Dummy komplett mit den Pfeil- und Entertasten. Vorgestellt werden im Wesentlichen die Wahl des Ziels und die Einstellbarkeit der Reichhaltigkeit der einzublenden Informationen (die zwangsweise das Gesichtsfeld teilweise einschränken). Die Maus simuliert im Dummy lediglich die Kopfbewegung.

Sind die Koordinaten einmal ermittelbar (z.B. GPS/Galileo, Mustererkennung, RFID), lässt sich die Umgebung an Ort und Stelle mit den benötigten Zusatz-Informationen ausstatten. Außerdem wird der einzuschlagende Weg, taugliche Straßenbahnen eingerechnet, als Text und Wegmarkierung eingeblendet.
example for pathfinding
Da sich mehr und mehr Datenbanken im Aufbau befinden (derzeit sogar direkt in Mannheim!), die die Barrierefreiheit einer Stadt dokumentieren und zugänglich machen, stehen die benötigten Informationen tatsächlich schon zur Verfügung. Entsprechend stieß meine Idee beim Rollstuhlfahrer-Verein Roll-In in Mannheim auf großes Interesse.

ausführliches Konzept [pdf]

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